Warum man seine Stimme der CDU geben sollte Interview Martin Kersjes -Bernd Roloffs
JU: Herr Kerjes,Herr Roloffs , am 30.August ist Kommunalwahl. Warum sollte man seine Stimme der CDU geben?
Kersjes.: Es ist höchste Zeit, dass eine Partei mit der nötigen und notwendigen Wirtschafts-und Finanzkompetenz in Moers ans Ruder kommt.
Roloffs: Die CDU ist die Partei, die in schwierigen Zeiten Standfestigkeit und Augenmass zeigt
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| Martin Krsjes und Bernd Roloffs im Interview |
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Junge Union:
Herr Kersjes, Herr Roloffs, am 30. August sind Kommunalwahlen. Warum sollte man seine Stimm
Kersjes:
Wenn selbst der eigene Genosse-Landrat der Moerser SPD und damit der gesamten Ampel nebst Bürgermeister sich durch deren „Handeln für Moers“ genötigt sieht einen Blauen Brief zu schreiben, wird es höchste Zeit, dass eine Partei mit der nötigen und notwendigen Wirtschafts- und Finanzkompetenz in Moers ans Ruder kommt.
Als Vorsitzender der größten politischen Jugendorganisation ist es mir wichtig, dass nicht durch die Überschuldungsfalle meine Generation keinen Gestaltungsspielraum mehr hat.
Roloffs:
Ich kann Martin da nur zustimmen: Die CDU ist die Partei, die in schwierigen Zeiten Standfestigkeit und Augenmass zeigt. Das war nach dem 2.Weltkrieg und auch nach der Wiedervereinigung so. Es wird auch nach der Weltwirtschaftskrise so sein. Die CDU ist die Partei, die alle strategisch wichtigen Entscheidungen für Deutschland richtig entschieden hat, meist gegen den Widerstand der SPD: Westintegration unter Adenauer, Soziale Marktwirtschaft mit Ludwig Erhard, Wiedervereinigung und den aktuellen Stabilitätsgaranten EURO sind hier sicherlich zuerst zu nennen,.
Hier vor Ort haben wir alles gestandene Frauen und Männer, die Freude am Einsatz haben, als Kandidaten. Besonders unser Bürgermeisterkandidat Cay-Jürgen Schröder hat durch seine Berufslaufbahn bewiesen, dass er Krisenmanagement betreiben kann. Dieser Bürgermeister wird Moers gut tun.
Junge Union:
Sie wollen wieder den Bürgern den Vorzug geben und ihnen vernünftige Infrastruktur bieten. Ist das kein Widerspruch zur Aussage, es ist kein Geld mehr da, bzw. Moers ist überschuldet?
Kersjes:
Es muss immer ein Widerspruch sein, da keine Zielharmonie besteht, das liegt in der Natur der Sache. Sie können ja auch nicht in einen Supermarkt gehen, einkaufen und von der Kassiererin dafür auch noch Geld verlangen. Sie müssen bezahlen, und sie können nur das ausgeben, was sie haben. Außer sie machen es wie die SPD und sagen zu ihr, dass ihr sechzehnjähriger Sohn den geschuldeten Betrag die nächsten dreißig Jahre in Raten abbezahlen kommt, wenn er denn kann. Gefragt wird er nicht.
Ausgaben zu machen und diese über Schulden zu finanzieren kann jeder. Die Kunst besteht darin, beide Zielgrößen „Keine weitere Belastung der Jugendlichen durch noch mehr Schulden“ und „Ein liebenswertes Moers im hier und jetzt“ nicht aus den Augen zu verlieren. Das ist eine Frage der Prioritäten. Ein großer Teil der städtischen Einnahmen wird allein dadurch aufgebraucht, dass Schuldzinsen geleistet werden müssen. Dieses Geld fehlt für wichtige Aufgaben, wie die Instandhaltung von Straßen oder freiwillige Einrichtungen. Es hätte nie soweit kommen müssen.
Jetzt ist die Gefahr da, dass der Stadt die finanzielle Handlungsfähigkeit komplett entzogen wird und dann hat die Bezirksregierung aus Düsseldorf das Sagen. Das ist mir zu wenig. Es muss die Stunde der Politiker hier vor Ort sein, dass Heft des Handelns zu behalten. Dies geht sicherlich nicht mit Beliebigkeit und Beliebtheit und sicherlich auch nicht mit denen, die den Wagen vor die Wand gesetzt haben.
Roloffs:
Eine gute Infrastruktur ist für eine prosperierende Stadt so wichtig, wie das Meer für die Badeorte auf den ostfriesischen Inseln. Durch eine exzellente Infrastruktur lockt man Existenzgründer und Unternehmer an. Aufgrund der geografischen Lage von Moers haben wir einige Vorteile, die endlich genutzt werden müssen.
Als ausgebildeter Kaufmann habe ich gelernt, Geld in lohnende Projekte zu investieren.
Junge Union:
Die SPD kauft sich ganzseitige Anzeigen in den lokalen Wochenzeitungen und rühmt sich damit, was sie alles saniert und modernisiert hat. Das muss doch den Wähler beeindrucken, oder nicht?
Kersjes:
Die SPD hat wichtige Investitionen in Infrastruktur immer wieder auf die lange Bank geschoben und das Geld lieber an anderer Stelle ausgegeben. Fahren sie mal zum Beispiel durch die Kranichstraße. Die Schlaglöcher in der Straße sind so tief, dass sie Angst um ihr Auto haben müssen. Schäden wird ihnen die Stadt nicht freiwillig ersetzen. Die Gebührenpflicht auf kostenlose Parkplätze ausweiten, kann sie dagegen sehr schnell. Und Straßenreinigungsgebühren erheben, obwohl die Straßen einiger Stadtteile ständig zugemüllt sind.
Wichtige Projekte, wie zum Beispiel die Sanierung der Schulen, haben schon unter dem CDU-Bürgermeister Hofmann begonnen. Damals haben die Eltern zu Recht gegen die mit PCB belasteten Schulgebäude der jahrzehntelangen SPD-Herrschaft protestiert. Ebenso hat die SPD das Hallenbad an der Wilhelm-Schröder-Straße verkommen lassen, so dass es wegen Baumängeln erst stillgelegt und schließlich abgerissen werden musste. Dafür rühmen sie sich jetzt, weil sie dort das neue Kulturzentrum hinbauen. Komischerweise wird immer nur im Wahljahr richtig geklotzt, der Wähler damit bezirzt und ruhig gestellt.
Es ist schon Paradox, was die SPD da macht. Das kommt einem Brandstifter gleich, der ein Haus erst lichterloh ansteckt und dann sich rühmt, dass er ja nachher versucht hat auch zu löschen.
Roloffs:
Wenn die SPD glaubt, den Wählern die Augen zu verkleistern, wird sie sich ins eigene Fleisch schneiden. Wenn eine politische Partei laufend Mist baut, wird sie irgendwann abgewatscht. Siehe Duisburg. Auch der gutmütigste Bürger hat mal die Nase voll.
Genau das ist aber das Dilemma: Die Wahlbeteiligung sinkt, aber warum? Du lieber Martin hast mir erläutert, wie viel Ängste um die Zukunft die Jugendlichen haben. Wieso stehen sie nicht alle an der Wahlurne? Weil die Politiker sich nur vor der Wahl im Wahlkreis blicken lassen. Das muss sich ändern. Mit der CDU wird wieder Volksnähe gesucht. Der Bürger soll den Politiker persönlich kennen, der die Entscheidungen trifft, ob gut oder schlecht.
Junge Union:
Wie sieht die Situation in Moers ihrer Meinung nach in Zukunft aus?
Kersjes:
Eine Stadt ist nur dann für junge Menschen attraktiv, wenn sie ihnen einige Mindeststandards bieten kann. Mit den alten Seilschaften, die sich nur selber versorgen, wird diese Stadt ausbluten: Finanziell, wirtschaftlich und kulturell. Die Genossen haben ja schon so manche Investoren verjagt. Dabei hat Moers eine super gute Lage, was die Verkehrsanbindung ins Ruhrgebiet und an den Niederrhein angeht. Dieses Potential bleibt gegenwärtig ungenutzt. Katastrophal war die Einstellung der Genossen zur neuen Fachhochschule. Sie haben nie an das Potential von Moers geglaubt. Zu spät haben sie erkannt, was ein Fachhochschulstandort Moers dieser Stadt an positivem Schwung hätte geben können. Das wird sich mit dem aktuellen Bürgermeister auch nicht ändern. Er kuscht als alter Bergmann lieber hinter Kamp-Lintfort zurück, weil dort ja das Bergwerk-West schließen wird. In Moers haben wir vier Bergwerksschließungen hinter uns. Nur eine CDU-Mehrheit im Rat und ein CDU-Bürgermeister wären in der Lage, dieser Stadt wieder Hoffnung zu geben und sie aufzurichten. Wir können das schaffen.
Roloffs:
Also ganz so pessimistisch wie Martin sehe ich das nicht. Bremen, SPD-Hochburg und die höchstverschuldete Stadt Deutschlands, existiert immer noch. Aber wehe wenn der Kassensturz kommt. Mich stimmt aber zuversichtlich, dass immer mehr Menschen erkennen, dass die süßen Wahlgeschenke und Versprechungen sich meistens als bittere Pillen nach Wahlen entpuppen.
Nehmen Sie das Beispiel „Eissporthalle“. Da haben wir ehrlich gesagt, dass dies nicht ernsthaft mit einer Sanierung aus dem Konjunkturprogramm hinzubekommen ist. Wir waren und sind der Meinung, dass nur ein Eishallenneubau im Zuge von Solimare 2.0, sowohl finanziell als auch Energie effizient sinnvoll ist. Keine populäre Position, weil mit ihr sicherlich zwei Jahre lang Eislaufen in Moers nicht stattfinden wird, aber die einzig richtige. Der Ampel war aber diese Wahlversprechung wichtiger. Jetzt ist man auf ihrer Seite bei dem Thema sehr ruhig geworden, weil wohl die Sanierung aus dem Konjunkturprogramm nicht hinhaut, sondern ein Fass ohne Boden ist.
Ein Beispiel von vielen und deshalb glaube ich, werden die Moerser der CDU ihre Stimme geben, weil Sie eine ehrliche, kompetente, bürgernahe und verlässliche Politik mehr schätzen, als teure Geschenke.
Junge Union:
Vielen Dank für das Gespräch.
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